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Einsiedler historisch |
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Das Geburtsjahr des Einsiedler Brauhauses
Emil Schwalbe, Chemnitzer Maschinenfabrikant gründet die Privatbrauerei Einsiedler Brauhaus, E. Schwalbe. 29. August 1885 Eintragung in das Chemnitzer Handelsregister (offizieller Geburtstag des Brauhauses) |
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Einsiedler Brauhaus, E. Schwalbe
22. Februar 1886 Ausstoß des 1. Fass Bier Anfangskapazität 5000 hl Preise: Einfachbier 7,- M/hl und Lagerbier 17,50 M/hl 24. März 1887 Eingetragene Warenzeichen der ersten Biere des Brauhaus-Gründers Emil Schwalbe. 1895 Kapazitätserweiterung der Sudhausanlage auf 50.000 hl. Bau neuer Kellereien, Errichtung einer Kühlanlage, Maschinen- und Kesselhausneubau, Brunnenbau. 1903 Umwandlung der Privatbrauerei in die Einsiedler Brauhaus Aktiengesellschaft. |
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Einsiedler Brauhaus AG
1907/1908 Neubau des Schornsteins mit Maschinen- und Kesselhaus, sowie des Sudhauses an der heutigen Stelle mit einer Kapazität von 200.000 hl. |
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| 1910
Karl Schwalbe tritt als Direktor an die Stelle seines verstorbenen Vaters, Jahresausstoß ca. 52.000 hl. |
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| 1907/1908
Transport des Heizkessels von Chemnitz nach Einsiedel. Gebaut in der Maschinenfabrik Germania. |
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| 1912
Anschaffung der ersten Lastkraftwagen. 1913 Ca. 70.000 hl Umsatz; zahlreiche Auszeichnungen belegen die damals bereits sehr gute Qualität des Bieres; Spezialität ist das "Einsiedler Böhmisch", das dem sogenannten "echten Pilsener" sehr nahe gekommen sein soll. |
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1920
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Deutsche Bierbrauerei AG
Radeberger Exportbierbrauerei AG, Zweigniederlassung Einsiedler Brauhaus |
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Werbepostkarte |
Trotz Inflation steigt der Absatz Anfang der zwanziger Jahre wieder jährlich um ca. 10.000 hl.
1925 Das Einsiedler Brauhaus wird Zweigniederlassung der Radeberger Exportbierbrauerei AG. 1929 Es wird der bis dahin höchste Jahresausstoß von 86.500 hl erreicht. Infolge der Weltwirtschaftskrise sinkt jedoch der Absatz im Jahre 1932 auf 45.000 hl, in den Jahren bis 1937 auf 37.000 hl. |
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Reichs-Erntedankfest 1. Mai 1933 |
50jähriges Geschäftsjubiläum 1935 |
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| 1937
Die Zweigniederlassung Einsiedler Brauhaus wird an die Gebrüder Winterling aus Bayern verkauft. |
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Einsiedler Brauhaus Winterling & Co.
1937 Gründung der offenen Handelsgesellschaft "Einsiedler Brauhaus Winterling & Co." |
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Maschinenhaus (Aufnahme von 1937) |
Lagerkeller (Aufnahme von 1937) |
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Karl Schwalbe (1. Reihe, 4. von links) mit Feuerwehrkameraden im Schalander (Aufnahme von 1937) | |
| Bis zum Ausbruch des II. Weltkrieges bleibt der Absatz mit etwa 38.000 hl relativ konstant. 1941 wird das "Einsiedler Kristall" als helles Spezialbier auf den Markt gebracht. | ||
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| 05. März 1945
II. Weltkrieg: deutliche Einbußen in Qualität und Ausstoßmenge 05. März 1945 Durch einen Fliegerangriff wird die Brauerei erheblich beschädigt, der gesamte Hopfenbestand verbrennt. Die Belegschaft baut die Brauerei selbst wieder auf und setzt die Produktion fort ("Dünnbier" mit 2-3 % Stammwürze). |
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Verwaltung, Verpachtung, Verstaatlichung, "VEB"
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| 1948
Die Wirtschaftskommission in der Sowjetischen Besatzungszone genehmigt ein Bierersatzgetränk zum Preis von 50,- RM je hl inkl. Biersteuer. 1954 Durch den Rat der Gemeinde Einsiedel wird der Chemnitzer Kaufmann Möschler als treuhänderischer Verwalter der noch privaten Firma eingesetzt. |
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| 1959
Die Belegschaft der Brauerei drängt den Verwalter Möschler, einen Antrag auf staatliche Beteiligung zu stellen, da man sich als reines Privatunternehmen in der DDR benachteiligt sah. |
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| Weil die Eigentümer Winterling ihren Wohnsitz in Bayern haben, wird die staatliche Beteiligung durch den Rat des Kreises abgelehnt und statt dessen 1960 die Verpachtung der Brauereianlage an den "Volkseigenen Betrieb Vereinigte Brauereien Karl-Marx-Stadt" festgelegt. Die Eigentümer selbst hatten darauf keine Einflussmöglichkeiten. | ||
Das Sudhaus war von 1907 bis 1991 in Betrieb. |
Gärkeller ca. 1955 |
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1972
Schicksalsjahr für viele mittelständische Privatbetriebe in der DDR. Auch die Familie Winterling wird durch den Zwangsverkauf an den Staat endgültig enteignet. Die Einsiedler Brauerei gehört nun als Betriebsteil zum "VEB BRAUSTOLZ im Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt". |
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| Durch die sozialistische Planwirtschaft wird das Einsiedler Brauhaus auf ausschließliche Flaschenbierproduktion festgelegt, Fassbiergastronomie mit Einsiedler existiert praktisch nicht mehr.
Der Jahresausstoß wird in den achtziger Jahren auf 300.000 hl erhöht, allerdings unter erheblichen Qualitätseinbußen. |
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Einsiedler Brauhaus GmbH, Privatbrauerei
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1990
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| Neben den technischen Erneuerungen zur Qualitätssicherung mußte das "Neuland Marktwirtschaft" erobert werden. Vielfältige Marketing-Maßnahmen wurden realisiert, um der Marke Einsiedler wieder einen klangvollen Namen zu verleihen. | ![]() |
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1992
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1993
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1998
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Ebenfalls wird in diesem Jahr das kleine Brauereimuseum eröffnet. |
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| Im August 1998 übernehmen der langjährige Prokurist und Geschäftsführer Frank Kapp und der Rechtsanwalt Hans-Dieter Oermann die Gesellschafteranteile der Familie Leutheußer.
Im November 1998 präsentiert sich das Einsiedler Brauhaus erstmals mit einer umfangreichen Homepage im Internet, zwei Jahre später erfolgt die Neugestaltung mit zahlreichen Servicetools. |
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1999
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| "Schöne Aussichten" - unter diesem Motto startete das Einsiedler Brauhaus die erfolgreichste Kampagne der letzten Jahre.
Wirkungsvoller Blickfang der Printmotive ist das Einsiedler Landbier. Die beliebte würzige Spezialität und Topmarke der Privatbrauerei erreichte gegenüber 1998 eine Absatzsteigerung von 12 %. |
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2000
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2007
Mit der Spezialität Einsiedler Landbier oder einer der zehn anderen Sorten ist das Einsiedler Brauhaus in Sachsen und 11 weiteren Bundesländern bekannt. Sogar in China, Italien und Thailand kann man die Braukunst aus dem Erzgebirge genießen.
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